Augustfehn „Mami, schau mal, da ist ein Wauwau“ – „Stimmt, da ist ein kleiner Hund.“

Um alltägliche Gespräche wie dieses kurze Beispiel gehe es im „Bundesprogramm Sprach-Kita“, erklärt Dagmar Gran-Stutz, stellvertretende Leiterin der Evangelischen Kindertagesstätte „Die Brücke“ in Augustfehn I. Das Ziel ist gleichzeitig auch als Motto zu verstehen: „Sprache ist der Schlüssel zur Welt.“

In Augustfehn finanziert das Bundesprogramm Sprach-Kita seit Juli eine Fachkraft, die die Kita-Mitarbeiterinnen im Alltag begleitet, aber auch Fortbildungen organisieren soll. Da es keine Bewerbungen auf die mit 19,5 Stunden veranschlagte Stelle gab, übernahm Gran-Stutz zusätzlich die Position, die vorerst auf drei Jahre begrenzt ist.

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„Das Programm richtet sich an alle Kinder“, sagt die Mitarbeiterin. Es gehe auch um Chancengleichheit und dass die Sprachentwicklung in den Alltag – zum Beispiel bei Spielen oder dem Mittagessen – integriert werde. „Die Mitarbeiterinnen sollen ihr eigenes Sprachverhalten reflektieren und die Aussagen der Kinder wertschätzen.“ Dabei solle die Freude am Sprechen erhalten bleiben.

„Früher wurde Sprache besonders trainiert – das hatte keinen Effekt“, weiß Gran-Stutz. Im Grunde sei der Inhalt des Sprach-Kita-Programms nicht neu, man gehe mit den Inhalten nur bewusster um. „Es ist eine Bestätigung dessen, was man ohnehin schon gemacht hat“, sagt die stellvertretende Leiterin. Wert lege man auf ein feinfühliges und vorurteilsbewusstes Umgehen mit Kulturen und Sprachen, das die Stärken aller Kinder fördere.

Auch Bürgermeister Matthias Huber freut sich über das Projekt: „Die Kinder können im Alltag miteinander die besten Fortschritte machen“, ist er sich sicher. „Es ist ein praxisnahes Programm.“ Anscheinend sei erkannt worden, dass Bedarf vorhanden ist. Auch Pastor Peter Kunst ist begeistert: „Wir sind froh, dass sich die Kita dem Programm angeschlossen hat und sich dafür stark macht.“

Ellen Kranz Reporterin / Reportage-Redaktion
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