Bad Zwischenahn Ein Wiedersehen gab es jetzt für ehemalige Schülerinnen und Schüler der früheren Volksschule Westerholtsfelde. Annegret Puls, Organisatorin des Schultreffens, blickte bei ihrer Begrüßung noch einmal ein bisschen auf die Vergangenheit zurück. „Im Jahre 1910 wurde die Schule gebaut, und der erste Lehrer hieß Friedrich August Hauenschild“, wusste die 76-jährige zu berichten.

Überhaupt wurde viel von der „guten alten Zeit“ erzählt. „Ich war der einzige Junge mit drei Mädchen in einer Klasse und konnte nie abschreiben“, erzählte Gerold Schumacher (66). „Jungen und Mädchen saßen doch getrennt“, begründete er diesen „Nachteil“. Martha Heinowski war mit 84 die älteste „Schülerin“ und Willi Witte mit 93 der älteste „Schüler“ beim Treffen.

„Wir haben zwar keinen Professor zu bieten, aber einen bekannten Schauspieler, der im Tatort mitspielt“, berichtete Annegret Puls und meinte Werner Lustig, der beim jüngsten Berliner Tatort den gehbehinderten Rentner in der Straßenbahn gespielt hat. „Sein Ammerländer Akzent ist unüberhörbar.“ Außer den Teilnehmern aus der näheren Umgebung waren Ehemalige von Hamburg bis Stuttgart und Berlin mit Partnern angereist. „Wenn die Partner dabei sind, ist es geselliger“, meint Annegret Puls.

Im „Landgasthaus Bischoff“ erinnerte man sich gern an die Zeit, in der die ganze Schule aus nur einer Klasse bestand, unterrichtet von einem Lehrer. Wenn der mal krank war, musste der älteste Schüler unterrichten. „Als Strafarbeit musste man den Schulgarten jäten oder Torf rein holen“, erinnerte sich Annegret Puls.

Ein Wiedersehen gab es auch für den Abiturjahrgang 1978 des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht. 35 Jahre nach ihrer Reifeprüfung waren die damaligen Abiturienten aus ganz Deutschland angereist – von Kiel bis Freiburg. Bei „Hempen Fied“ in Ekern wurden Erinnerungen an die Schulzeit ausgetauscht. Und die war eine ganz besondere – auch, weil der Jahrgang der letzte war, der das Abitur nach der alten Regelung absolviert hat – in Klassenverbänden. Anschließend folgte die reformierte Oberstufe mit Wahlfreiheit bei Belegung der Fächer (Kurssystem) und Einführung des Punktesystems. Inzwischen sind unter den Schülern von damals die ersten Großeltern. Organisiert wurde das Treffen von Christiane Hobbie, Sabine Marschalk, Heiner Lahring und Günther Marken.

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