Augustfehn Ii Anfang März soll – so hofft Henning Jürgens, Fachbereitsleiter für Bürgerdienste, Standesamt, Bildung und Familie bei der Gemeinde Apen – die Baugenehmigung vorliegen und Anfang Mai soll es endlich losgehen: Die ehemalige Grundschule Am Stahlwerk in Augustfehn II, die im Sommer vergangenen Jahres geschlossen wurde, wird zu einem Familienzentrum umgebaut. Unter einem Dach werden hier Krippe und Kita sowie ein Dorftreff vereinigt. Träger der neuen Einrichtung wird die lutherische Kirchengemeinde sein, die im gesamten Gemeindegebiet bereits Träger aller Kitas und Krippen ist.

Zu Beginn dieses Jahres hieß es in den ehemaligen Schulräumen in Augustfehn II aufräumen und ausräumen: Die drei Grundschulen in Augustfehn, Apen und Nordloh haben verschiedene Möbel und Einrichtungsgegenstände bekommen. Einige Gegenstände, die nicht mehr zu nutzen sind, wurden entsorgt. Weitere Möbel wurden dem Augustfehner Schulzentrum (Integrierte Gesamtschule und Oberschule) angeboten. Bis das Gebäude im Mai zur Baustelle wird, könne es, so Fachbereichsleiter Jürgens, noch von örtlichen Gruppen als Dorftreff genutzt werden. Während der Bauphase müsse man auf andere Schulen bzw. Dorfgemeinschaftshäuser ausweichen.

Doch nicht nur zum Dorftreff für Versammlungen, Proben, Besprechungen und mehr soll – wie es auch die Grundschule war – das neue Familienzentrum werden. Spielen und lernen werden hier künftig drei Kindergartengruppen, darunter auch die aus der benachbarten Kita „Das Nest“ Augustfehn II sowie drei Krippengruppen.

Das ursprüngliche Konzept sah mit zwei Kitagruppen mit 50 und zwei Krippengruppen mit 30 Plätzen anders aus. Weil jedoch immer mehr Eltern nach Krippenplätzen fragen, wurden die Pläne überarbeitet. Und nicht nur deshalb: Eigentlich hatte man bereits im Sommer 2018, kurz nachdem die Grundschule geschlossen war, mit dem Umbau beginnen wollen. Doch es gab weiteren Gesprächsbedarf, weil es einen Wechsel in der Geschäftsführung des Trägers (der lutherischen Kirchengemeinde) gegeben hatte und leichte Änderungen eingearbeitet werden mussten.

Rund 1,6 Millionen Euro soll das neue Familienzentrum, das in dieser Form einmalig im Ammerland ist, kosten. Froh sind Politik und Verwaltung, dass die Gemeinde diese hohe Summe nicht allein zahlen muss: „Wir hoffen, dass wir für das Schaffen von 45 neuen Krippenplätzen 540 000 Euro erhalten und obendrein eine Förderung über 455 000 Euro aus dem Programm ,Soziale Integration im Quartier’. Außerdem erwarten wir noch einen Zuschuss vom Landkreis“, so Jürgens. Damit würde der Eigenanteil der Gemeinde bei rund 325 000 Euro liegen.

Ambitioniert ist der Zeitplan für das Umbauprojekt, denn bereits Ende dieses Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Doch man müsse wohl eher 2020 mit dem bezugsfertigen Gebäude rechnen, so Jürgens.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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