Augustfehn Großes Lob aus dem Mund eines Ministers: „Ein solches Projekt habe ich bislang noch nicht kennengelernt. Da soll ein Schulbau geschaffen werden, der gleichzeitig Konferenzcharakter hat. Das ist einfach großartig, dass die Gemeinde Apen ein Gebäude errichten lassen will, dass nicht nur als Schule, sondern gleichzeitig auch als Dorftreffpunkt genutzt wird. So wird nicht nur das Wir-Gefühl gestärkt, sondern im ländlichen Raum wird auch ein vorbildliches Projekt umgesetzt“, sagte Olaf Lies, niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.

1,7 Millionen Euro

Der SPD-Politiker war am Freitag in Augustfehn zu Gast und hatte ein besonderes Geschenk dabei: den Bescheid über hohe Fördermittel, die die Gemeinde Apen für den geplanten Anbau ans Augustfehner Schulzentrum mit Integrierter Gesamtschule (IGS) und Oberschule (OBS) erhält. Mit 1,705 000 Millionen Euro soll der neue Schultrakt, der gleichzeitig als Dorftreff genutzt werden soll, gefördert werden. Das Geld stammt aus dem „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“, das der Bund und die Länder anbieten. Mit dem Programm werden Projekte unterstützt, die die gesellschaftliche Integration und den sozialen Zusammenhalt in Stadt- und Ortsteilen stärken und dort auch die Lebensqualität verbessern sollen.

Apens Bürgermeister Matthias Huber (SPD) hatte den Minister und andere Gäste aus Politik, Schule, Verwaltung und Bauwesen in der Buchmanufaktur des Schulzentrums begrüßt. Zum einen ginge es bei dem geplanten 4,8 Millionen Euro teuren Anbau darum, dem wachsenden Bedarf an Räumlichkeiten für IGS und OBS gerecht zu werden. Zum anderen wolle man Vereinen, Verbänden und anderen Gruppen die Möglichkeit geben, sich zu Versammlungen zu treffen oder auch Veranstaltungen anzubieten.

Kombinationsmodell

Die Pläne für den geplanten Gebäudetrakt stellte Architekt Uwe Allmendinger von der Oldenburger Bietergemeinschaft Allmendinger Architektur/Architekten Simon/Exner/Kersten vor. Der 20 mal 60 Meter lange, lichtdurchflutete Anbau werde an den Nordflügel des Augustfehner Schulgebäudes in Richtung Buchmanufaktur gesetzt. Das Gebäude würde sich dadurch auszeichnen, dass viele Räume vielseitig genutzt werden könnten, so Allmendinger. Die im Untergeschoss geplante Cafeteria und die Lehrküche seien abtrennbar, hier könnten auch außerschulische Veranstaltungen stattfinden. Das gelte auch für Räume im Obergeschoss, die sich durch Faltwände teilen ließen und z.B. auch für Besprechungen von Vereinen oder für Kurse von der Kreisvolkshochschule geeignet seien. Auch die Schule könne die Räume vielfältig nutzen (z.B. durch Lerninseln in den Fluren).

Offenes Haus

Schon seit Jahren ist das Augustfehner Schulzentrum ein offenes Haus. So habe die Schule z.B. in der beruflichen Bildung eine Reihe von Kooperationspartnern, aber auch mit Vereinen werde eng zusammengearbeitet. Einer davon ist der Naturschutzbund (Nabu) Deutschland, der den ehemaligen Märchengarten der Familie Töbermann übernommen hat und diesen – in unmittelbarer Nähe des Schulzentrums und der Augustfehner Kita – als „Grünen Lernstandort“ für Kinder weiterentwickelte.

Nabu-Mitglied und Gärtnermeister Volkmar Epkes stellte im Beisein von Gartenbesitzer Holger Töbermann dem begeisterten Minister das grüne Projekt vor, durch das Mädchen und Jungen die Natur und naturnahes Gärtnern nahe gebracht werden. Außerdem sollen zusammen mit dem Nabu am geplanten Gebäudetrakt Schulgärten angelegt werden.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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