Augustfehn Im Marinoland ist alles blau: Die Wolken, die Sonne, die Menschen – einfach alles. Ein roter oder gar gelber Eindringling aus dem benachbarten farbenfrohen Land Farbien passt einfach nicht ins Marinoland. „Wir lieben unsere Farbe, was anderes wollen wir nicht“, riefen die Grundschüler am Montagvormittag in der Pausenhalle der Janosch-Grundschule in Augustfehn.

Die Klasse 3b, der Chor, die Flötengruppe sowie die Video-Dancing-AG zeigten das Musical „Aufruhr im Marinoland“. Es ging um Anderssein, Ausgrenzung und Angst vor dem Unbekannten.

Das Besondere: Das Musical ist ein gemeinsames Projekt der Musikschule Ammerland und der Janosch-Grundschule. Gefördert wird es von der Gütersloher Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung. Die Stiftung fördert bundesweit 15 Musikprojekte, die zur Eingliederung von Migranten beitragen. Sechs der insgesamt 13 Flüchtlinge, die derzeit die Janosch-Grundschule besuchen, gehörten zum Musical-Ensemble.

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„Die Problematik des Stückes haben alle Teilnehmer trotz der Sprachenprobleme schnell verstanden“, sagte Edith Cording von der Musikschule Ammerland, die das Projekt gemeinsam mit ihrer Kollegin Christiane Kluge und den Lehrern der Janosch-Grundschule Manfred Janning und Janina Bosselmann sowie Flötenkreis-Leiterin Anke Cordes betreute.

„Wir konnten die Schüler hineinnehmen in die gesellschaftspolitische Problematik, die uns zurzeit beschäftigt“, erklärte Cording. Kinder würden unterschiedliche Kulturen schnell annehmen und den neuen Schülern helfen.

Damit seien sie ein Vorbild für viele Erwachsene, betonte der stellvertretende Bürgermeister Hermann Tammen. Und so richteten sich die Kinder auch am Ende an das Publikum und ließen sie zurück mit der Frage: „Alles kann bunter werden, können wir nicht Freunde werden?“


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Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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