ROSTRUP Über Länder- und Sprachgrenzen hinweg haben sich die Berufsbildenden Schulen Ammerland in Rostrup (BBS) und die Berufsschule des polnischen Partnerkreises Pleszew im Jahre 2000 zu einer Schulpartnerschaft zusammengefunden. Jetzt wurde das zehnjährige Bestehen dieser Verbindung in Rostrup gefeiert.

Im Jahr 2000 bei der „Besiegelung der Schulpartnerschaft“ in der Kreisstadt hätte keiner gedacht, welche positive Entwicklung diese Partnerschaft für beide Schulen haben würde, lobte BBS-Leiter Reinhard Hardy in seiner Ansprache. Durch die Partnerschaft kämen nicht nur Auszubildende aus dem Ammerland und dem Partnerlandkreis Pleszew zusammen, auch viele Freundschaften seien entstanden. In den Werkstätten beider Schulen werde an gemeinsamen Projekten gearbeitet. Schüler der BBS besuchten gerne die Partnerschule und seien stets sehr angetan von der polnischen Gastfreundschaft. Diese Partnerschaft beinhalte, so Hardy, ferner eine zehnjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften beider Schulen, ein „hautnah erlebtes deutsch-polnisches Miteinander“. Nur so könnten Völker, die lange getrennt und deren Staaten sich jahrzehntelang feindlich gegenüberstanden, wieder zusammenwachsen. Die Lehrkräfte Etta Albers und Dieter Herde hätten von Anfang an mit viel Herzblut die Partnerschaft gefördert.

Auch der polnische Schulleiter Marek Szczepanski stellte heraus, dass die sinnvolle Partnerschaft ein wichtiger Beitrag zum besseren Kennenlernen beider Völker sei. Freundschaften lebten von Kontakten und weiteren Aktivitäten. In der Partnerschaft steckten die Keimzellen des Miteinanders zweier Volker.

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Man habe beim Abschluss der Kooperation darauf vertraut, dass die Bewohner den Inhalt des Vertrages, unter anderem die Begegnung von Menschen zu fördern, umsetzten, erklärte Landrat Jörg Bensberg. Der Erfolg wäre nach diesen zehn Jahren überwältigend.

Albert Buß als Vertreter der Ausbildungsbetriebe der Kreishandwerkerschaft Ammerland würdigte das Miteinander in gemeinsamen Projekten der Auszubildenden beider Länder. Die „Rückmeldung der jungen Leute“, die drei Wochen lang in polnischen Betrieben ihr Praktikum absolvierten, sei stets äußerst positiv ausgefallen. Buß wünschte, dass diese freundschaftliche Partnerschaft, die die Begegnung von Menschen fördert, noch lange Bestand habe.

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