Augustfehn /Apen Der Brandbrief kam im September, kurz nachdem das neue Schuljahr begonnen hatte und an der Janosch-Grundschule Augustfehn durch viele Nachmeldungen doppelt so viel Kinder am Mittagessen teilnehmen wollten wie bislang. In dem Schreiben teilte Rektorin Tanja Glaubke der Gemeinde Apen mit, dass die geplante Übergangslösung bei den Raumproblemen der Schule zum Sommer 2023 nicht verwirklicht werden könne. Geplant war, den Raum der Förderschullehrkraft in einen weiteren, dringend benötigten Klassenraum der weiter wachsenden Grundschule zu verwandeln. Einen neuen Raum sollte die Förderschullehrkraft in der ehemaligen, benachbarten Bürgerschule erhalten. Doch dieser Raum werde umgehend als Essensraum für das Mittagessen benötigt. Derzeit nähmen 78 der 216 Kinder als Ganztagsschüler am Mittagessen teil, der Essensraum reiche bei weitem nicht, obwohl man bereits in zwei Schichten esse. Deshalb müsse man den geplanten Förderraum nutzen. Obendrein stiegen im nächsten Schuljahr die Schülerzahlen und damit auch die Zahl der Ganztagsschüler.

Am Limit

„Wir sind schon lang am Limit“, sagte Tanja Glaubke während der jüngsten Schulausschusssitzung und bat eindringlich um eine kurzfristige und eine mittelfristige Lösung für die akuten Raumprobleme an der Janosch-Grundschule.

Eigentlich wollte sich der Schulausschuss in seiner Sitzung im Rathaus damit beschäftigen, wie man mittel- und langfristig die Raumprobleme an der Janosch-Grundschule lösen kann, zumal die Einrichtung künftig dreizügig (drei Parallelklassen pro Jahrgang) sein wird. Im Januar 2022 hatten sich Vertreter aus Politik und Verwaltung den aus mehreren, jahrzehntealten Gebäuden bestehenden Schulkomplex angesehen. Architekt Carsten Mennenga war dann beauftragt worden, in Absprache mit der Schule und der Gemeinde ein Raumprogramm zu entwickeln und Vorschläge zu unterbreiten, ob man Gebäudetrakte, weil sie über die entsprechende Statik verfügten, sanieren, ausbauen und erweitern könne oder nicht. Wie Mennenga in der Sitzung ausführte, verfüge die Schule derzeit über ein Raumangebot von 2900 Quadratmetern, benötigt würde jedoch für eine zeitgemäße Bildungseinrichtung mit entsprechenden Räumlichkeiten eine Fläche von rund 4400 Quadratmetern, ein Minus von rund 1500 Quadratmetern.

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Zwei Vorschläge

Zwei Vorschläge gab es: einen Teil der alten Gebäude abbrechen, an ihrer Stelle einen Neubau setzen und den zum Tellberg liegenden zweigeschossigen Altbau weiter nutzen oder komplett neu zu bauen. In der Diskussion wurde von verschiedenen Seiten betont, dass Schule eine Pflichtaufgabe sei, dass die Gemeinde deshalb handeln müsse, dass Sanierungen von Altgebäuden schwer kalkulierbar und sehr teuer werden könnten und man zum Neubau tendiere. Man werde weiterhin an diesem Thema arbeiten.

Kurzfristig ging es jedoch darum, die Raumprobleme ab nächsten Sommer zu lösen. Die Bürgerschule werde ab 2023 nicht mehr für die Mittagsverpflegung reichen, außerdem würden dringend weitere Toiletten benötigt und weitere Räume (für Förderunterricht, Fachunterricht, Musik, Differenzierung), hieß es. Die Verwaltung schlug deshalb vor, wie schon für die Kita Nordloh Module (Container für eine Mensa, Toiletten und drei Räume) anzuschaffen, die man auch erweitern könne, wenn der (Teilersatz–)Neubau anstehe.

Als Standort solle die Grünfläche des Tellbergs genutzt werden, der unmittelbar an der Schule liegt und dem Ortsverein Augustfehn gehört, der ihn früher vom Schulverein übertragen bekam. Einstimmig befürwortete der Schulausschuss das Vorgehen, über das auch weiter in den politischen Gremien gesprochen wird.

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Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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