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Noch ist alles ganz neu für die 20 Mädchen und Jungen im Kindergarten am Flötenteich an der Nadorster Straße 298 bis 302: Nicht nur die Räumlichkeiten sind gerade erst fertiggestellt worden, sondern für einige der Drei- bis Sechsjährigen findet auch zum ersten Mal Betreuung in einer öffentlichen Einrichtung statt. „Wir freuen uns sehr auf die Kleinen, die sich hier sicher wohlfühlen werden“, sagt Leiterin Doris Blödorn. Sie kümmert sich mit zwei weiteren Erzieherinnen um die Kinder der Eichhörnchen-Gruppe.

Damit ist der neue Kindergarten Teil eines generationenübergreifenden Konzepts: die AWO Einrichtungen Altenwohnzentrum Haus am Flötenteich, Sprachheilkindergarten Oldenburg und Kindergarten am Flötenteich auf einem Gelände für ein Miteinander unterschiedlicher Altersgruppen. „Dadurch entstehen Synergien, die unbedingt genutzt werden müssen, sobald dies wieder möglich ist – sowohl die Kinder beider Kindergärten als auch die Seniorinnen und Senioren profitieren davon“, sagt Thomas Elsner, Vorstandsvorsitzender der AWO Weser-Ems. „Gerade für die älteren Menschen ist dies mit einer besonderen Vorfreude verbunden: Sie können auf einmal wieder laufen und sogar tanzen“, ergänzt die Leiterin des Altenwohnzentrums Bianka Vieth. „Es ist von Vorteil, wenn man all dies unter einem Dach hat, denn so fallen manche Hürden weg.“

Mitten im Grünen

Schon der Blick aus den Fenstern des Kindergartens zeigt: Hier ist die Natur ganz nah. Mächtige Eichen und Ahornbäume befinden sich in unmittelbarer Nähe der Eichhörnchen-Gruppe. „Wir haben diesen Gruppennamen ausgewählt, weil die Kinder die Tiere auf den Bäumen vom Kindergarten aus beobachten können“, sagt Doris Blödorn.

Spielen, toben und voneinander lernen, all das soll in der Regelgruppe mit ihrem multikulturellen Charakter in den einstigen Räumlichkeiten der AWO Sozialstation gelebt werden. Hierfür wurden diese nicht nur umgebaut und mit frischer Farbe versehen, sondern auch mit vielen liebevollen Details ausgestattet. „Vieles ist in Eigenregie vollendet worden“, sagt Doris Blödorn, die nicht nur mit ihren beiden Kolleginnen Daniela Brockmann und Susanne Becker allerhand auf die Beine gestellt hat, sondern auch mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des benachbarten Sprachheilkindergartens. „Wenn es coronabedingt wieder möglich ist, soll es auch viele Begegnungen zwischen den Kindern beider Einrichtungen geben, sowohl draußen auf dem großzügigen Spielplatz als auch drinnen bei gegenseitigen Besuchen oder mit gemeinsamen Aktionen und Festen“, so Stephanie Wolff, Leiterin des Sprachheilkindergartens, die sich schon auf die vielen Möglichkeiten der Zukunft freut. Doris Blödorn ergänzt: „Jung und Alt winken sich bereits jetzt durch die Glasscheibe der Verbindungstür zwischen dem neuen Kindergarten und dem Altenwohnzentrum zu. Hier freuen wir uns ebenfalls auf gemeinsame Projekte.“

Kindgerecht und bunt

Ein zweigeteilter Gruppenraum wartet auf die Mädchen und Jungen der Eichhörnchen-Gruppe, in dem sie gemeinsam malen, basteln, musizieren und spielen können. Verbunden sind die zwei Raumhälften durch eine Art „Durchreiche“, die nicht nur dem Austausch von Dingen dient, sondern den Erzieherinnen auch einen guten Blick auf alle Kinder ermöglicht. Viel frisches Grün ist an den Wänden zu entdecken – passend zu den Bäumen vor den Fenstern. Nicht fehlen darf auch ein großer Baum aus Papier, an dem 20 Eichhörnchen mit Namen und Fotos der Kinder angebracht sind, die hier täglich von 8 bis 13.30 Uhr zusammenkommen und den Tag gemeinsam gestalten. „Die Kinder bringen ihr Frühstück mit, wir haben aber auch eine kindgerechte Küche, in der wir gemeinsam Gemüse schneiden oder backen können“, sagt Doris Blödorn.

Bereits während der Eingewöhnungsphase wird viel Wert darauf gelegt, dass jedem Kind von Anfang an viel Zeit gewidmet werden kann. „Wir arbeiten nach dem situativen Konzept: Das Kind steht im Mittelpunkt und wir schauen, welches seine Bedürfnisse sind und wie wir das umsetzen können, um ihm gerecht zu werden und ihm Sicherheit sowie Geborgenheit zu vermitteln.“ Dafür sei gemäß Blödorn auch der Austausch mit den Eltern und Erziehungsberechtigten sehr wichtig. „Da viele Kinder mit Migrationshintergrund bei uns sind, sind die interkulturelle Arbeit und die Mehrsprachigkeit wichtige Themen.“

Auch Stephanie Wolff vom Sprachheilkindergarten, die den Umbau der Räumlichkeiten von der Sozialstation zum Kindergarten schon früh begleitet hat, ist zufrieden, wie freundlich und einladend die Räume geworden sind: „Es freut mich sehr, dass wir für den Kindergarten am Flötenteich so schnell engagierte, motivierte und qualifizierte Kolleginnen gewinnen konnten.“

Im Kindergarten am Flötenteich ist es möglich, den praktischen Teil der Ausbildung zur Erzieherin zu absolvieren. Demnächst beginnt die erste Kandidatin ein einjähriges Praktikum.

Übrigens sollen auch das Sommerfest des Sprachheilkindergartens und des Altenwohnzentrums zum 45-jährigen Bestehen baldmöglichst nachgeholt werden.

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