+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 6 Minuten.

Im Alter von 84 Jahren
Ex-US-Außenminister Colin Powell an Corona gestorben

Oldenburg Was damals Nachrichten in der Nordwest-Zeitung waren, ist heute Geschichte. Ein Überblick der 2010-er Jahre.

2010: In Tunesien verbrennt sich ein Gemüsehändler

In Tunesien verbrennt sich im Dezember 2010 ein Gemüsehändler und löst damit eine Kettenreaktion aus. Auf seinen Suizid folgen landesweite Proteste gegen den autokratischen Machthaber Ben Ali. Über das Internet verbreitet sich die Idee des Arabischen Frühlings rasch in andere Staaten in Nordafrika und im Nahen Osten. Massenproteste richten sich gegen fehlende Perspektiven und staatliche Repressionen. In Ägypten und Tunesien werden die Machthaber gestürzt, in Libyen und Syrien bricht ein Bürgerkrieg aus.

2011: Erdbeben und Atomunfall in Japan

Ein Seebeben vor Japan löst am 11. März 2011 eine verheerende Kettenreaktion aus. Das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi ist vom Stromnetz abgeschnitten, als ein Tsunami auf die Insel zurollt. In den Trümmern und Wassermassen sterben rund 20 000 Menschen. Im Kraftwerk fallen unterdessen die Notstromaggregate und damit die Kühlung aus. Es kommt zu Kernschmelzen und Explosionen. Die deutsche Regierung nimmt Laufzeitverlängerungen für Kernkraftwerke zurück und treibt den Atomausstieg voran.

2011: Ermittler kommen dem NSU auf die Spur

In einem ausgebrannten Wohnmobil finden Polizisten am 4. November 2011 die Leichen von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Es ist das entscheidende Puzzlestück, das die Ermittler auf die Spur des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) führt. Zu dem rechtsextremen Trio gehört auch Beate Zschäpe. Sie wird 2018 als Mittäterin von zehn Morden zwischen 2000 und 2007 zu lebenslanger Haft verurteilt.

2012: Schlecker stellt Insolvenzantrag

Schwerer Schlag für die Schlecker-Frauen: Mit einem Schlag verlieren tausende Mitarbeiterinnen der Drogeriekette im Jahr 2012 ihren Arbeitsplatz. Aus den Medien erfahren sie, dass Anton Schlecker am 23. Januar einen Insolvenzantrag gestellt hat. Fünf Jahre nach der Pleite werden der Inhaber und seine beiden Kinder Lars und Meike Schlecker wegen Untreue und Insolvenzverschleppung verurteilt.

2013: Die AfD wird gegründet

Aus Protest gegen die Eurorettungspolitik gründet eine Gruppe um Bernd Lucke (links) und Alexander Gauland am 14. April 2013 die Alternative für Deutschland (AfD). Ab 2014 schafft es die Partei bei allen Landtagswahlen über die Fünf-Prozent-Hürde. Die rechtspopulistische Ausrichtung nimmt über die Jahre mehr Raum ein, die Partei gerät zunehmend ins Visier des Verfassungsschutzes.

2015: Flüchtlinge kommen nach Deutschland

Flüchtlinge kommen im Sommer 2015 in München an. Polizisten begleiten sie durch den Bahnhof. Auf der Flucht vor dem Krieg in Syrien suchen in dem Jahr Hunderttausende Menschen Zuflucht in Europa. Anfangs empfängt die Menschen eine Welle der Solidarität - Doch die Stimmung kippt schnell.

2016: Donald Trump gewinnt die US-Wahlen

Donald Trump gewinnt überraschend die US-Präsidentschaftswahl. In den Umfragen hatte lange die Kandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, geführt. Kurz nach der Wahl trifft sich Trump am 10. November 2016 mit seinem Vorgänger Barack Obama im Weißen Haus.

2016: Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz

Bei einem Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz werden zwölf Menschen getötet und 67 verletzt. Mit einem LKW fährt ein islamistischer Attentäter am 19. Dezember 2016 in den Weihnachtsmarkt.

2017: Ehe für alle

Ehe für alle: Homosexuelle Paare können in Deutschland künftig heiraten und gemeinsam Kinder adoptieren. Vor dem Brandenburger Tor wehen Regenbogen-Fahnen, Bundestagsabgeordnete lassen Konfetti regnen. Mit großer Mehrheit fällt der Beschluss am 30. Juni 2017.

2018: Greta Thunberg tritt in den Streik

Schüler streiken fürs Klima: Im Hitze-Sommer 2018 tritt die schwedische Schülerin Greta Thunberg in einen Streik, der weltweit Kreise ziehen wird. Sie demonstriert immer freitags für mehr Klimaschutz und schnell findet ihre Aktion international Nachahmer. Die Bewegung Fridays for Future verschafft sich Gehör und drängt die Politik in der Klimakrise zum Handeln.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.