Bremen /Oldenburg Ihre Dienstleistungen laufen meist im Hintergrund, sind aber aus dem Arbeitsalltag vieler Verlage nicht mehr wegzudenken. Seit mehr als 20 Jahren ist die Medien Systempartner (MSP) GmbH & Co KG aus Bremen Technologie-Dienstleister für Verlage – unter anderem für den Aufbau erfolgreicher E-Commerce-Systeme.

Die Nordwest-Zeitung und der Bremer Weser-Kurier haben vor mehr als 20 Jahren ihre IT-Abteilungen zusammengeführt. Daraus ist die MSP Medien Systempartner hervorgegangen. Die Zielsetzung damals lautete: mithilfe der Synergien Kostenvorteile auf allen IT-Betriebsebenen und bei der IT-Entwicklung schaffen, erklärt MSP-Geschäftsführer Tim Greve.

Inzwischen sind die Herausforderungen andere. „Wir möchten Verlage dabei unterstützen, wirtschaftlich unabhängig zu bleiben“, sagt er. Bei der Entwicklung der technischen Lösungen arbeitet MSP immer häufiger mit Kooperationspartnern zusammen. „Die Entwicklungszyklen sind zu schnell, wir können daher nicht alles selbst machen“, erklärt Greve.

Synergien seien nach wie vor wichtig. „Branchenweit wächst das Verständnis, dass Prozesse nicht so unterschiedlich sind und es Sinn macht, eine gemeinsame Basis zu entwickeln und diese dann zu verfeinern“, sagt Greve. Denn grundsätzlich hätten alle Ver-lage das gleiche oder ein ähnliches Geschäftsmodell.

„Dadurch sparen wir uns doppelte Arbeit.“ Der Prozess bis zum fertigen Produkt läuft meistens so ab: „Erst die Entwicklung, dann der Test und anschließend die Produktion. Wir haben eine Entwicklungsgrundschicht und gehen dann nach einem individuellen Baukastenprinzip vor, um spezielle Anforderungen einzelner Kunden zu erfüllen“, sagt der Geschäftsführer.

Ein Beispiel: Bei der Nordwest Mediengruppe und beim Weser-Kurier gibt es gleiche SAP-Prozesse. Das sind Systeme, Anwendungen und Produkte in der Datenverarbeitung. „Wir sprechen mit beiden Seiten und entwickeln ein System mit dem beide Verlage arbeiten können“, sagt Greve.

„Wir sind längst nicht nur Hardware, hinter MSP steckt viel mehr.“

Neben intelligenten Softwarelösungen etwa fürs digitale Bezahlen auf Webseiten gehört auch das klassische IT-Geschäft zu den Aufgaben von MSP. „Wir haben auch die Hardware, rüsten Verlage entsprechend aus und richten die Geräte ein.“

Neue Rollenverteilung

Der Markt sei schnelllebiger geworden, erklärt Greve – und nennt das Beispiel Microsoft Teams. „Die Umplanung einer Präsenzveranstaltung auf eine rein digitale hat drei Tage gedauert“, sagt er. Schnelle Lösungen bei unvorhersehbaren Ereignissen seien ein wichtiger Faktor. Dass das meist gut funktioniert, zeige ein Blick auf die Geschäftsentwicklung.

„Wir verzeichnen ein kontinuierliches Wachstum – vor allem im Drittgeschäft legen wir stark zu“, sagt er. Hinzu komme eine hohe Kontinuität der Marktpartner.

Kommunikation ist alles

Auch die Anforderungen an die Mitarbeiter – insgesamt sind es laut Greve 60 plus 20 externe Kolleginnen und Kollegen – haben sich geändert. „Im Mittelpunkt steht immer mehr die Beratung. Die Zeiten, in denen wir einfach nur Fehler-Tickets abgearbeitet haben, ist vorbei. Ein IT-Administrator­ muss dem Kunden auch erklären können, wie er ein Problem behebt und warum es aufgetaucht ist. Kommunikation ist wichtig“, sagt Greve.

MSP verstehe sich inzwischen auch als ein Unternehmen, das berät. „Erst das Denkmodell, dann die Entwicklung.“

Was der Geschäftsführer auch merkt: „Wir haben es schwer, qualifizierte Nachwuchskräfte zu finden. Insbesondere Frauen sind in IT-Berufen noch relativ rar. Wir würden uns freuen, wenn es deutlich mehr werden.“ Auch Initiativbewerbungen seien gern gesehen, erklärt er.

Für die Zukunft wünscht sich Greve, dass sich MSP „dahin entwickelt, dass wir ein Ideenpool sind und wir uns von klassischen Modellen trennen“.

Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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