Bookholzberg Seine Begeisterung für die Fotografie entdeckte Torsten von Reeken bereits mit neun Jahren. Heute hat der mittlerweile 57-Jährige, der aus Bookholzberg stammt und dort noch immer lebt, seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und ist im Dauereinsatz als Fotograf für die Nordwest-Zeitung .

Die Anfänge

Als Neunjähriger kam Torsten von Reeken im Rahmen der Landverschickung nach Wangerooge. „Mein Vater hat mir damals für 9,50 Mark einen Plastik-Fotoapparat gekauft“, erzählt er. Während die anderen Kinder spielten, lichtete er sie ab. „Die Fotos waren unscharf und schlecht, aber ich fand es toll.“

Zurück in der Heimat trat er in die Foto-AG des Jugendzentrums ein. Er fotografierte Landschaften und Porträts, lernte viel dazu. „Von meinem Konfirmationsgeld habe ich mir meine erste Spiegelreflexkamera gekauft“, sagt er. Und weil er diese Kamera hatte, wurde er als Fotograf für erste Hochzeiten in der Nachbarschaft engagiert. „Damals habe ich kein Geld verdient, sondern Essen und Trinken bekommen.“

Die Ausbildung

Trotz seines Hobbys entschied er sich für eine Ausbildung als Industriekaufmann und war für verschiedene Arbeitgeber tätig. Doch auch in dieser Zeit fotografierte er nebenbei: Betriebsfeiern, Produkte, Baustellen, Industrie. „Ich hatte eine Kamera, also wurde ich gefragt“, sagt er. Auch während seines Wehrdienstes war sein Talent gefragt. So war er für die Fotodokumentation des Luftraums im Grenzbereich zuständig und lernte die Langzeitfotografie kennen, um die Route von Flugzeugen aufzuzeichnen.

Die Selbstständigkeit

Ab 2001 macht sich Torsten von Reeken mit einem Freund selbstständig, baute einen Bus mit einem Teleskopmast, von dem aus er Bilder aus 18 Metern Höhe schießen konnte. Nach einigen Jahren trennten sich die Wege der beiden.

Die Pressefotografie

„Genau in dem Moment als ich mich als Fotograf selbstständig gemacht hatte, kam die Anfrage, ob ich als Pressefotograf arbeiten möchte“, erzählt der Bookholzberger. Das war 2005. So begann er, für eine Agentur zu arbeiten und wurde von der Nordwest-Zeitung angeworben.

Der erste Auftrag: Die Einschulungsklassen aller Schulen in Oldenburg zu fotografieren. „Das war ziemlich anstrengend und hat auch lange gedauert“, sagt er. Ein Jahr später folgte die nächste einschneidende Aufgabe: Es ging um die Wahl zur Miss Kramermarkt. „Ich bekam die Aufgabe, jeden Tag zehn Frauen davon zu überzeugen, teilzunehmen und sich dafür fotografieren zu lassen. Ich ging täglich mit einem Eimer voll Absagen nach Hause – danach war ich frei von Ängsten.“ Mittlerweile ist er über die Grenzen Oldenburgs bekannt, fotografiert auch ranghohe Politiker oder sogar Könige, die zu Besuch in der Region sind.

Ellen Dückers Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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