Spitzenkandidat Für Landtagswahl In Bayern

CSU-Chef Seehofer will 2018 doch noch mal antreten

Andreas Herholz
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Horst Seehofer will bei der Landtagswahl 2018 in Bayern noch mal Spitzenkandidat der CSU werden Bild: Daniel Karmann/dpa

Ursprünglich hatte Horst Seehofer angekündigt, sich 2018 von zurückziehen zu wollen. Doch bei einem Geheimtreffen konnte frühere Parteichefs der CSU den Ministerpräsidenten umstimmen. Allerdings unter einer Bedingung.

Berlin/München Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer hat gegenüber seinen früheren Amtsvorgängern seine Bereitschaft erklärt, 2018 erneut als Spitzenkandidat bei der Landtagswahl anzutreten. Das wurde unserer Berliner Redaktion gestern aus Kreisen von Teilnehmern des Gesprächs bestätigt, das vor wenigen Wochen stattgefunden hat.

Seehofer sei bei einem geheimen Treffen in der CSU-Zentrale mit den früheren CSU-Parteichefs und Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, Theo Waigel, Günther Beckstein und Erwin Huber sowie dem früheren Vorsitzenden der CSU-Landtagsfraktion Alois Glück einhellig dazu aufgefordert worden, als Parteivorsitzender und Ministerpräsident weiterzumachen, hieß es. Danach seien sich die Vorgänger Seehofers einig gewesen, dass es in der aktuellen politischen Lage wichtig sei, dass der CSU-Chef noch einmal antrete, um im kommenden Jahr bei der Landtagswahl die absolute Mehrheit für die CSU zu verteidigen, berichteten Teilnehmer.

Ein vorzeitiger Rückzug, so die Befürchtung der früheren CSU-Spitzen, würde nicht einvernehmlich gelingen und angesichts zu erwartender Nachfolgekämpfe zu schweren Erschütterungen in der Partei führen. Es sei das Beste für die CSU, wenn Seehofer erneut als Parteichef und Spitzenkandidat bei der Landtagswahl kandidiere, hieß es weiter. Seehofer habe in der vertraulichen Runde zugesichert, noch einmal anzutreten, sollte es keine gesundheitlichen Bedenken geben.

Der CSU-Chef habe dies von einem Gesundheitscheck und dem Rat seiner Ärzte abhängig gemacht. Ursprünglich hatte Seehofer angekündigt, sich 2018 von zurückziehen zu wollen. Am kommenden Montag will der bayerische Ministerpräsident in München die Entscheidung über seine politische Zukunft offiziell bekanntgeben.

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