Nach Kritik An Modell G36

Bundeswehr sucht neues Sturmgewehr

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In der Kritik: Bundeswehrsoldaten mit Sturgewehren vom Typ G36 Bild: Patrick Seeger/dpa

Ab sofort können Unternehmen sich am Ausschreibungsverfahren beteiligen. Gebraucht werden 120.000 Waffen mit Zubehör.

Berlin Nach der jahrelangen Affäre um das Sturmgewehr G36 hat die Bundeswehr das Vergabeverfahren für ein neues Gewehr gestartet. Die Truppe benötige rund 120.000 Sturmgewehre und entsprechendes Zubehör, teilte das Verteidigungsministerium am Freitag mit. Unternehmen könnten ab sofort bei der Vergabestelle eine Teilnahme am Ausschreibungsverfahren beantragen. Der Abschluss der Verträge sei für das erste Halbjahr 2019 geplant. Die Ausschreibung sollte ursprünglich bereits 2016 erfolgen.

Das Sturmgewehr G36 des baden-württembergischen Herstellers Heckler & Koch gehört seit 1996 zur Standardausrüstung jedes Bundeswehrsoldaten. Nachdem in einer Untersuchung Präzisionsprobleme festgestellt worden waren, entschied Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) im August 2015, das G36 auszumustern und durch ein neues Standardgewehr zu ersetzen.

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