Attacke Am Lappan In Oldenburg

Mann mit Glasscherbe schwer verletzt

Sabine Schicke
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Straftat am Oldenburger Lappan Bild: Andre van Elten

Das 26-jährige Opfer hat eine Wunde nahe der Schlagader davongetragen, die stark blutete. Der mutmaßliche 31-jährige Täter wurde festgenommen, sein Motiv ist unbekannt.

Oldenburg Erneut ist es in der Innenstadt zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Asylbewerbern gekommen, bei der Blut geflossen ist: Wie die Polizei mitteilt, wurde ein 26-jähriger Mann in der Nacht zu Sonntag im Durchgang beim Lappan zur Lange Straße attackiert. Der Marokkaner wurde von seinem Landsmann mit einer Glasscherbe am Hals schwer verletzt.

Nach Angaben der Polizei erlitt er bei dem Angriff gegen 1.30 Uhr eine Schnittwunde, die – nahe der Schlagader am Hals – sehr stark blutete. Mittlerweile sei er aber außer Lebensgefahr, erklärte die Polizei am Sonntag gegen Abend auf Nachfrage der NWZ. Das schwer verletzte Opfer war bereits in der Nacht in eine Oldenburger Klinik eingeliefert worden.

Kommentar: Präventiv handeln

Diese dritte Bluttat seit Ende Mai unter geflüchteten jungen Männern in Oldenburg sollte das Thema Deeskalationstrainings stärker in den Fokus rücken.

Viele der Zuwanderer bringen traumatische Kriegs- und Gewalterfahrungen mit. Erfahrene Trainer könnten daran anknüpfen und Ressourcen für gewaltfreie Konfliktlösungen aktivieren. Überdies könnten Männer, die diese Trainings besuchen, dann auch anschließend als Konfliktschlichter eingesetzt werden, wie es etwa auch in Schulen passiert.

Der mutmaßliche Täter, ein 31 Jahre alter Mann aus Marokko, wurde noch am Tatort festgenommen und befindet sich seither in Polizeigewahrsam. Bereits am Sonntag wurde auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Im Einsatz bei dieser Straftat waren mehrere Streifenwagen-Besatzungen und auch Diensthundeführer mit ihren Tieren. Zu den Einzelheiten der Tat und auch zu den Hintergründen dieser Attacke gab es am Sonntagabend keine näheren Auskünfte von der Oldenburger Polizei. Die Ermittlungen dauern an, hieß es. Zeugen, die gegen 1.30 Uhr etwas im Zusammenhang mit der Tat beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 0441/790 41 15 zu melden.

Seit 31. Mai ist es die dritte blutige Auseinandersetzung zwischen geflüchteten Männern in Oldenburg. Am 31. Mai war in der Achternstraße ein Syrer von einem Landsmann am frühen Abend auf offener Straße erstochen worden. Dabei ging es um unterschiedliche religiöse Auffassungen. Der Tat war ein lautstarker Streit vorausgegangen, der Getötete hatte vergeblich versucht, den Streit zu schlichten.

Während einer Trauerfeier am 9. Juli in der Jesidischen Gemeinde waren ebenfalls mehrere Syrer mit einem Messer verletzt worden.

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