Mann Aus Friesoythe Verurteilt

19-Jähriger schlägt auf Polizeibeamten ein

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 Bild: Uli Deck/dpa

Mit diesem Urteil ist der junge Gewalttäter nicht einverstanden: Er muss an einem Anti-Gewalt-Training teilnehmen und bekommt für ein halbes Jahr einen Betreuer an die Seite gestellt.

Friesoythe/Cloppenburg Wegen Widerstands gegen Polizeibeamte hat das Jugendgericht des Cloppenburger Amtsgerichtes einen 19-Jährigen aus Friesoythe zur Teilnahme an einem Anti-Gewalt-Training verurteilt. Außerdem wurde der Heranwachsende unter Betreuung gestellt. Ein Betreuer soll den 19-Jährigen sechs Monate lang begleiten.

Grund dafür: Der Angeklagte hatte während eines Fußballturniers in Altenoythe auf einen Polizeibeamten eingeschlagen und sich später einer Festnahme widersetzt. Der nicht uniformierte Beamte hatte sich auf dem Fußballturnier privat aufgehalten. Er erkannte dort einen jungen Mann, der per Haftbefehl gesucht wurde. Das teilte er seinen Kollegen mit. Die Polizeibeamten kamen und nahmen den gesuchten Mann fest. Das alles hatte der Angeklagte mitbekommen. Er kannte den gesuchten Mann und fand dessen Festnahme für nicht in Ordnung. Die Polizeibeamten waren bereits mit dem gesuchten Mann weggefahren, da suchte der 19-Jährige den Mann auf, der seine Kollegen zwecks Festnahme des gesuchten Mannes informiert hatte. Der Angeklagte soll dann auf die Person eingeschlagen haben.

Das hatte weitreichende Folgen für den 19-Jährigen. Der verletzte Beamte rief erneut seine Kollegen. Die kamen nun zu viert. Mit erhobener Faust war der 19-Jährige auf die vier Polizeibeamten zugegangen und hatte sich gegen die Feststellung seiner Personalien heftig zur Wehr gesetzt. Er wurde dann überwältigt und ebenfalls mitgenommen.

Im jetzigen Prozess erklärte der 19-Jährige, er sei provoziert worden. Deswegen habe er den Beamten, der sich privat auf dem Turnier aufgehalten hatte, geschlagen.

Mit der Betreuungs-Maßnahme war der Angeklagte nicht einverstanden. Ob er Berufung gegen das Urteil einlegt, bleibt abzuwarten. Falls Berufung eingelegt wird, geht es vor das Oldenburger Landgericht.

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